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Gedichte

Wildgänsegesang

Ein Herbsttag beginnt;

trüb, mit Wolken so grau, 

windstill und schwer 

und kein himmelblau. 

Ich höre Wildgänse rufen 

und schaue hinauf.

Hoch oben kommen sie angeflogen.

Nach Süden richten sie sich aus.

Wie sie fliegen – 

so sicher, so leicht, so bestimmt.

Ich staune nach oben,

hör ihr Rufen, es klingt –

wie Freiheit und Weite, 

wie ein Lob, 

kein Lied, aber Klang 

und doch irgendwie ist es 

Wildgänsegesang.

Sie unterhalten sich schnatternd, 

das Ziel stets im Blick

fliegen gemeinsam, 

wechselnde Spitze, 

immer vorwärts nicht zurück.

Welche Wunder hat sich Gott

in seiner Schöpfung ausgedacht!

Immer wieder Grund zum Staunen!

Lob sei unserem Gott gebracht!

Ich steh‘ hier unten auf der Wiese

schau‘ zum Himmel hoch hinauf…

Wünsch Euch eine gute Reise –

Uns einen frohen Tageslauf! 

2.11.2026 DCB