Weil ich nicht schlafen kann,
taste ich mich im Dunkeln zum Dachfenster.
Kalte Luft strömt mir entgegen
und die Geräusche der Nacht.
Wie schön und beständig der Fluß rauscht!
Alles ist wunderbar friedlich.
Im Nachbarhaus ist ein Fenster erleuchtet. Da schläft auch jemand nicht…
Der Wald aber steht ‚schwarz und schweiget‘…
.. und die Sterne blinken und winken mir zu:
‚Schlaf Du! Gott wacht.‘
Ihm kann ich ganz leise alles erzählen,
was mich geweckt hat
und nicht schlafen läßt…
17.5.2026 DCB
Psalm 63:6-7
Das ist meines Herzens Freude und Wonne,
wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben kann;
wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich,
wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach.
Psalm 139:1- 12
HERR, du erforschest mich
und kennest mich.
Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;
du verstehst meine Gedanken von ferne.
Ich gehe oder liege, so bist du um mich
und siehst alle meine Wege.
Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,
das du, HERR, nicht schon wüsstest.
Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir.
Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch,
ich kann sie nicht begreifen.
Wohin soll ich gehen vor deinem Geist,
und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?
Führe ich gen Himmel, so bist du da;
bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.
Nähme ich Flügel der Morgenröte
und bliebe am äußersten Meer,
so würde auch dort deine Hand mich führen
und deine Rechte mich halten.
Spräche ich: Finsternis möge mich decken
und Nacht statt Licht um mich sein –,
so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir,
und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.
