Kategorien
Gedichte

Durchreise 

In all der Unruhe der Zeit

frag ich mich, was wirklich bleibt.

Das Leben schwindet, 

die Uhr tickt leise.

Wir sind hier nur auf der Durchreise.

Selbst wenn die ganze Welt vergeht,

was ist es, daß dann noch besteht?

Gott hält uns stets in Seinem Blick,

Er schuf uns, wollte unser Glück.

Wir Menschen rennen von Ihm weg. 

Doch ohne Ihn –

Gibt’s Sinn und Zweck?

Es gibt nur einen Weg zu Gott.

Nur Jesus führt uns aus der Not.

Bei Ihm sind wir in guten Händen. 

Er will unsre Richtung wenden.

Er gibt uns Hoffnung, Mut und Liebe,

durch Glauben geh‘n wir neue Wege.

Das Leben hier begrenzt von Zeit, 

fließt weiter in die Ewigkeit.

Jesus selbst liebt uns nach Haus‘

Er wartet treu.

Die Tür steht auf! 

4.11.2026 DCB

Matthäus 6:25-34

Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen werdet, noch um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?

Schaut auf die Vögel des Himmels: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in Scheunen – euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht mehr wert als sie? Wer von euch vermag durch Sorgen seiner Lebenszeit auch nur eine Elle hinzuzufügen?

Und was sorgt ihr euch um die Kleidung? Lernt von den Lilien auf dem Feld, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht, ich sage euch aber: Selbst Salomo in all seiner Pracht war nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn Gott aber das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen!

Sorgt euch also nicht und sagt nicht: Was werden wir essen? Oder: Was werden wir trinken? Oder: Was werden wir anziehen? Denn um all das kümmern sich die Heiden. Euer himmlischer Vater weiss nämlich, dass ihr das alles braucht. Trachtet vielmehr zuerst nach seinem Reich und seiner Gerechtigkeit, dann wird euch das alles dazugegeben werden. Sorgt euch also nicht um den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Jeder Tag hat genug an seiner eigenen Last.

Johannes 10:9-11

Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden …..

Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben.

Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte setzt sein Leben ein für die Schafe.

Johannes 14:1-4

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wäre es nicht so, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um euch eine Stätte zu bereiten? Und wenn ich gegangen bin und euch eine Stätte bereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – ihr wisst den Weg.

Kategorien
Gedichte

Wildgänsegesang

Ein Herbsttag beginnt;

trüb, mit Wolken so grau, 

windstill und schwer 

und kein himmelblau. 

Ich höre Wildgänse rufen 

und schaue hinauf.

Hoch oben kommen sie angeflogen.

Nach Süden richten sie sich aus.

Wie sie fliegen – 

so sicher, so leicht, so bestimmt.

Ich staune nach oben,

hör ihr Rufen, es klingt –

wie Freiheit und Weite, 

wie ein Lob, 

kein Lied, aber Klang 

und doch irgendwie ist es 

Wildgänsegesang.

Sie unterhalten sich schnatternd, 

das Ziel stets im Blick

fliegen gemeinsam, 

wechselnde Spitze, 

immer vorwärts nicht zurück.

Welche Wunder hat sich Gott

in seiner Schöpfung ausgedacht!

Immer wieder Grund zum Staunen!

Lob sei unserem Gott gebracht!

Ich steh‘ hier unten auf der Wiese

schau‘ zum Himmel hoch hinauf…

Wünsch Euch eine gute Reise –

Uns einen frohen Tageslauf! 

2.11.2026 DCB 

Kategorien
Gedichte

Für Opa (*1907)

Heute hättest Du Geburtstag!

Oh, wie wär das schön, 

könnte ich heut’ mit Dir feiern, 

nochmal Dich besuchen gehn.

Deine blauen Augen würden strahlend lachen,

Du würdest im Kachelofen „a klaanes Reischl“ machen.

Wieviel hast Du uns erzählt

von Kindheit und den Wanderjahren…

manches Lustige und auch Trauriges haben wir erfahren.

In mir klingen die Geschichten nach, 

manches hat sich eingebrannt, 

hätten wir nur mitgeschrieben,

Geschichten, Schicksale aus erster Hand.

Wenn die Alten uns vom Krieg erzählten,

berichteten sie Sachen, die sie selbst erlebten.

All die Schrecken der Vergangenheit 

werden heut’ oft abgemildert,

Es ist eine andre Zeit…

Was würdest Du mir  heute sagen?

Leider kann ich Dich nun nicht mehr fragen…

Ich seh‘ Dich im Sessel vor dem Fenster sitzen, 

mit kleinem Spiegel spitzbübisch mit Sonne blitzen. 

Geduldig ERF auf Mittelwelle suchen, 

durch die Klappe in die Küche „Mutter“ rufen.

Täglich Bibel lesen mit Bedacht,

beten voller Inbrunst und mit Kraft.

Du hast Deine Nachkommen schon zu Deiner Lebenszeit gesegnet, 

alle, selbst die, die Dir nie begegnet. 

Gott war Zentral in Deinem  Leben. 

Ohne Ihn wär alles ohne Sinn geblieben.

Jesus kennen, Sein Wort hören, 

mit Ihm reden im Gebet,

Jesus bringt auch uns zum Ziel,

weil Er der Weg ist,  und mitgeht.

29.10.2026 DCB

PS.: Ich könnte noch viel mehr schreiben…. Da sind sehr viele Erinnerungen. Er hat mit mir Dame, Mühle und Schach gespielt…. und Fuchs und Hühner. ( Er hat mich herausgefordert und nicht gewinnen lassen 🙂 Er hat schwarz-weiß Adventsgebäck – in Schachbrettform gebacken. Er hat Gott geliebt und Gottes Volk. Er hat für Menschen gebetet ( mit Namenslisten und Gebetsanliegen). Er hat auf die Zeichen der Zeit geachtet und Jesu Wiederkunft erwartet. Er hat treu seine Aufgaben erfüllt…

Kategorien
Gedichte

Gott, mein Vater

Manchmal fühl’ ich mich ganz fern von Dir,

so ohne Hoffnung, leer.

Alles scheint sinnlos zu sein 

und jeder Schritt nur schwer.

Dann wieder spür‘ ich Deine Nähe,

bin gerührt zu Tränen, 

voller Freude, Dankbarkeit,

Ich fasse neu die Hoffnung,

höre Deine Stimme, 

bin voll Leichtigkeit.

Doch Du bist niemals weggegangen.

Du warst immer da.

Mein Gefühl ist trügerisch,

nur Deine Wahrheit wirklich wahr.

So nah wie Du ist niemand, 

so treu wie Du kein Freund, 

egal was ich auch fühle,

Du liebst mich stets – 

auch heut!

26.10.2026 DCB

Kategorien
Gedichte

Stürmisch 

Es ist windig heute… 

ich war schon draußen 

man trifft keine Leute.

Die Straßen naß und voller Blätter,

es gibt noch bunte Bäume,

doch es ist Herbststurmwetter.

Die Bäume biegen sich im Wind,

es wirkt bedrohlich,

sie wiegen hin und her ganz ohne Ruh‘

Die regennassen Blätter glänzen.

Der Teppich auf dem Boden, 

dick und weich, nimmt stetig zu.

Wo es auch stürmt, 

ob draußen oder in mir drin, 

ich kenn‘ den Einen, 

bei dem ich geborgen bin. 

Wie gut ist’s Schutz zu haben 

einen sichren Ort,

Zuflucht zu finden 

bei dem ewig alten Gott.

25.10.2026 DCB

5.Mose 33:27

Zuflucht ist bei dem alten Gott und unter den ewigen Armen….

The God of old is your dwelling place, and underneath are the everlasting arms.

Kategorien
Gedichte

Dennoch glauben

Auch wenn ich enttäuscht bin, 

meine Hoffnung schwindet,

bist Du doch mein Gott,

der sein Versprechen hält,

mich immer wieder findet.

Selbst, wenn es nicht kommt, 

wie ich erträumt, erhofft:

Du bist der allmächtige Gott,

der mich liebt

und Gutes selbst aus Schwerem schafft.

So halte Du mich fest,

ich halte mich an Dir,

wie es auch kommen wird:

Gott, hilf vertrauen, 

schenke Glauben mir.

23.10.2026 DCB

2 Chron. 16:9

Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.

Jesaja 54:10

Denn die Berge werden weichen

und die Hügel wanken,

meine Gnade aber wird nicht von dir weichen,

und mein Friedensbund wird nicht wanken,

spricht, der sich deiner erbarmt, der HERR.

Daniel 3:16-18 

Es ist nicht nötig, dass wir dir darauf antworten. Wenn unser Gott, den wir verehren, will, so kann er uns erretten; aus dem glühenden Ofen und aus deiner Hand, o König, kann er erretten. Und wenn er’s nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten wollen.

Kategorien
Texte

Herbstgedanken

Wehmütig bin ich, obwohl ich den Herbst mag….

Die Dahlien, die gerade mal anfangen zu blühen, haben schon einen ersten leichten Frostschaden.

Die Tage werden immer kürzer und dunkler.

Natürlich, der Herbst ist schön, mit seinen leuchtenden Blätterfarben und Erntegaben,

aber es wird auch wieder kälter, trüber, feuchter, nebliger.

Hoffentlich auch ruhiger, langsamer…

Ich halte es nicht mehr lange aus auf der alten Gartenbank. Das Holz ist zu naß. Die Blumen hängen regenschwer ihre Köpfe.

Aber die Ruhe ist herrlich. Belebend. Erfrischend. 

Zeit, 

still zu sein 

und still zu halten.

18.10.2026 DCB 

Psalm 139:17-18

Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken!
Wie ist ihre Summe so groß!
Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand:
Am Ende bin ich noch immer bei dir.

Psalm 143:5-6

Ich denke an die früheren Zeiten; ich sinne nach über all deine Taten und spreche von den Werken deiner Hände. Ich breite meine Hände aus zu dir, meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land. SELA.

Kategorien
Gedichte

Fotojagd

Da renn ich also Schmetterlingen hinterher…

Ich sag Euch, daß ist wirklich schwer!

Ich möcht‘ sie keineswegs anfassen…

sie soll‘n sich nur fotografieren lassen!

Da schweben sie im Sonnenlicht

und lachen: „Hihi! Sie kriegt uns nicht.“

So wunderschön weiß, orange und „bleu“…

Ich freu mich immer wieder neu.

Und manchmal schaff‘ ich doch ein Bild,

auf dem man dann auch etwas sieht! 

Ich pirsch‘ mich ran, ich bin ganz leise…

der Schmetterling flattert kleine Kreise,

mal sitzt er hier mal sitz er dort…

und schwuppdiwupp ist er ganz fort. 

15.10.2026 DCB

Kategorien
Gedichte

Heimat ( im Herbst)

Am Morgen unterwegs 

durch wunderschönes Land, 

die Sonne taut den Reif,

Nebelschwaden ziehen entlang.

Trauerweiden stehen verzaubert 

am Bach im Sonnenschein. 

Bauernhöfe erwachen 

mit Tieren groß und klein.

Traktoren auf den Wegen,

Felder mit neuer Saat,

Geerntet ist der Segen, 

den Gott geschenkt uns hat.

Die Bäume an den Straßen 

sind bunt und regnen Blätter,

die Sonne läßt sie leuchten,

im herbstlich kalten Wetter.

Die Berge waldbedeckt

grüßen in der Ferne.

Dörfer, kleine Kirchen…

Ich hab dies’ Land so gerne!

13.10.2026 DCB 

Kategorien
Gedichte

Herbstferien 

Er ist vergnügt und jubelt froh,

„ Ferien! Juhu! Ich freu‘ mich so!

Endlich muß ich nicht früh raus,

nicht aus dem Bett, nicht aus dem Haus!

Kann warten bis die Sonne aufgeht

und müde blinzelnd am Himmel steht! 

Kann Zeit vertrödeln einfach so.

Ferien! Ach, bin ich froh! 

Gemütlich lesen noch abends spät, 

Sterne gucken, wenn es geht!

Und dann mal sehen….

sammle ich Blätter,

geh’ raus mit Stiefeln bei Schmuddelwetter….

Vielleicht Drachensteigen lassen?

Kakao mitnehmen in Thermostassen…?

Jetzt sind Ferien! Ich bin so froh!

Herbstferien! Juhu Jucho!“

9.10.2026 DCB